Lasik bei grauer Star – Katarakt

grauer StarUnter grauer Star (Katarakt) verstehen wir eine Trübung der Augenlinse. Der Begriff ist vermutlich entstanden, weil man die Linsentrübung mit einem Wasserfall verglichen hat. Eine Katarakt (grauer Star) darf nicht mit einem Glaukom (grüner Star) verwechselt werden, obwohl insbesondere ältere Menschen häufig sowohl an einer Katarakt als auch an einem Glaukom leiden.

Die Katarakt ist weltweit nach wie vor die häufigste Erblindungsursache. Etwa 20 Millionen Menschen sind wegenKatarakt blind. Sie ist im Prinzip durch eine Operation „heilbar“, denn man kann die eingetrübte menschliche Linse durch eine klare Kunststofflinse ersetzen. In den Industrienationen gibt es daher kauf Menschen, die aufgrund einer Katarakt blind oder schwer sehbehindert sind. In den Entwicklungsländern aber ist die kataraktbedingte Blindheit weniger ein medizinische als vielmehr ein sozio-ökonomisches Problem. Es fehlt an Ärzten und an Geld für die Operation. Hier sind wir alle aufgerufen, die krassen und zum Teil noch zunehmenden Gegensätze zwischen Arm und Reich zu überwinden.

Die Behandlung der Katarakt

Schon seit längerer Zeit wird versucht eine Linsentrübung medikamentös zu beseitigen bzw. ihr Auftreten von vornherein zu verhindern. Die Ergebnisse sind bislang noch unbefriedigend. Der Hauptgrund liegt darin, dass es schwer ist, ein Medikament an den Wirkungsort, also in die Linse, einzubringen. Nichtsdestotrotz ist damit zu rechnen, dass dies in naher oder ferner Zukunft gelingen wird. Im Moment jedoch können wir den Patienten nur helfen,  indem wir die getrübte Linse durch eine klare Kunstlinse ersetzen, mittels Lasik.

Die Kataraktoperation

Zum Glück ist die Operationstechnik heute so weit entwickelt, dass eine getrübte Linse in einem kurzen, häufig ambulant durchgeführten Eingriff durch eine Kunstlinse ersetzt werden kann. Die Kataraktoperation ist die weltweit am häufigsten durchgeführte Operation überhaupt. In den USA werden jährlich etwa 1,6 Mio, in der Schweiz etwa 25.000 Katarakte operiert. Im Wesentlichen besteht die Operation darin, dass der Inhalt der Linse durch Ultraschall so verflüssigt wird, dass er abgesaugt werden kann. Durch eine kleine Öffnung wird dann eine gefaltete flexible Kunstlinse ins Auge geschoben, die sich im Kapselsack der alten Linse entfaltet.

Nach der Operation kommt es rasch zu einer Sehverbesserung. Die Abbildung wird schärfer, die Farben intensiver, die Welt wieder heller. Da sich die Verschlechterung über Jahr entwickelt hat, die Verbesserung durch die Operation hingegen sehr rasch eintritt, haben die Patienten manchmal sogar das Gefühl, nach der Operation besser zu sehen als jemals zuvor. Liegen aber gleichzeitig noch weitere Augenerkrankungen, wie z.B. eine Makulopathie vor, fällt die Sehrverbesserung leider geringer aus. Vergleicht man das Auge mit einer Kamera, so kann mal wohl sagen, dass man in letzterem Fall zwar das beschädigte Objektiv (die Linse) ersetzt, aber das Bild wegen einem schlechten Film (die geschädigte Netzhaut) unbefriedigend bleibt. Denn die Netzhaut lässt sich, so sehr wir es uns auch wünschen, momentan noch nicht so einfach auswechseln wie der Film in einem Fotoaparat.