Lasek und Epi Lasik

Bei der Lasek wird die Deckschicht der Augenhornhaut zunächst am Randbereich angeritzt. Dann lässt man eine Alkohollösung auf diese Schicht einwirken. Dadurch ist sie leichter vom Untergrund abzulösen. Ein Teil dieser Deckschicht wird abgehoben und dann zur Seite geschoben. Nun ist die darunterliegende Zellschicht frei zugänglich und ihr Zentrum kann wie bei der PRK mit dem Excimer-Laser bearbeitet werden.

Bei der Epi-Lasik entfällt das Behandeln der Deckschicht der Hornhaut mit Alkohol. Stattdessen wird sie mit einem Instrument von der Unterlage abgehoben. Damit mit diesem Instrument sicher geschnitten werden kann, wird es von einem Saugring auf dem Auge in der richtigen Position gehalten. Dabei wird ein Unterdruck erzeugt, durch den sich das Auge versteift.

In dieser kurzen Zeit wird Ihnen schwarz vor diesem Auge – Sie sehen nichts mehr. Das braucht Sie aber nicht zu beunruhigen, denn es ist eine normale, vorübergehende Reaktion auf den Unterdruck. Das Gleich gilt für ein eventuell spürbares Druckgefühl.

Lasik Vorgehensweise

  1. Auge mit Kurz-, Weitsichtigkeit oder Hornhautverkrümmung
  2. Eine Lamelle wird in die oberste Hornhaut geschnitten und aufgeklappt
  3. Das Auge wird mit einem Laser behandelt
  4. Die Korrektur ist durchgeführt
  5. Die Lamelle, der sogenannte Flap, wird zurückgeklappt
  6. Der Flap ist zurück geklappt. Damit ist die Operation beendet

Die Laser arbeiten computergesteuert

Der Laser arbeitet computergesteuert gemäß den vorher errechneten Daten. Etwa 30 Sekunden lang müssen Sie das blinkende Licht des Lasers fixieren, ohne das Auge zu bewegen. Kleinere Blickbewegungen gleicht das Computerprogramm selbstständig aus. Sollten Sie den Blick versehentlich stärker schweifen lassen, schaltet das System den Laser automatisch aus.

Die vom Laser ausgesandten Impulse sind als schwaches Knattern zu hören. Dass es leicht verschmort riecht, ist normal. Ist das Lasern abgeschlossen, wird die zur Seite gestreifte Zellschicht wieder an an ihren Platz geschoben. Dort heilt sie in wenigen Tagen von selbst an.

Nach dem Eingriff wird eine hochsauerstoffdurchlässige Kontaktlinse als Verband ins Auge eingesetzt. Diese tragen Sie Tag und Nacht. Nach einer Lasek bleibt sie ein bis drei Tage, nach einer Epi-Lasik drei bis vier Tage im Auge. sie schützt die Hornhaut und kann wesentlich zur Schmerzlinderung beitragen, da sie verhindert, dass die Lider bei jedem Lidschlag über die Hornhautwunde gleiten. Alles in allem dauert der Eingriff etwa fünf bis zehn Minuten.

Für was eignet sich Lasek und Epi Lasik?

Die deutsche Kommission refraktive Chirurgie (KRC) nannte im Jahr 2007 für Lasek und Epi-Lasik folgende Anwendungsbereiche:

  • Kurzsichtigkeit bis -6 dpt
  • Astigmatismus bis 5 dpt
  • Liegen Kurzsichtigkeit und Astigmatismus gleichzeitig vor, bestimmt die Summe aus beiden Werten die Eignung. Als Grenzwert gilt 5,5. Dieser Zahlenwert ergibt sich zum Beispiel aus einer Kurzsichtigkeit von -2,5 dpt und einem Astigmatismus von 3 dpt.

Als Grenzbereiche sind angegeben:

  • Kurzsichtigkeit bis -8 dpt
  • Astigmatismus bis 6 dpt
  • Weitsichtigkeit bis +4 dpt

Die Lasek kann für Personen, deren Hornhaut für eine Lasik zu dünn ist, eine Möglichkeit sein, eine Fehlsichtigkeit dennoch operativ zu korrigieren.

Wann sollte keine Lasek oder Epi Lasik durchgeführt werden?

Bei folgenden Bedingungen sollte keine Lasek oder Epi Lasik durchgeführt werden:

  • Es liegt eine chronisch fortschreitende Hornhauterkrankung vor.
  • Es gibt krankhafte Veränderungen in tiefen Hornhautschichten.
  • Die Benetzung der Hornhaut durch die Tränenflüssigkeit ist massiv gestört.
  • In der Aderhaut haben sich neue Gefäße gebildet. Dann kann es zu Blutungen kommen.
  • Es besteht eine feuchte Makuladegeneration.
  • Ein grauer Star (Katarakt) beeinträchtigt das Sehen.
  • Ein grüner Star (Glaukom) hat zu Schäden im Gesichtsfeld geführt.
  • Es besteht eine Erkrankung des Bindegewebes, die darauf beruht, dass sich das Immunsystem gegen körpereigenes Gewebe wendet (Kollagenosen). Hierzu gehören zum Beispiel Lupus eythematodes, Sjörgen-Syndrom und Sklerodermie. Bei diesen Erkrankungen besteht die Gefahr, dass sich Geschwüre bilden, an denen keine Bakterien beteiligt sind.

Gegen den Einsatz von Epi_lasik sprechen drüber hinaus Schäden an den Rändern der Netzhaut. Bei dieser Technik muss das Auge mit Unterdruck angesaugt werden. Dadurch kann die beschädigte Netzhaut ernsthafte Verletzungen davontragen.

Welche Nachsorge ist wichtig nach einer Laser OP?

Schmerzmittel werden nach einer Lasek nur eingesetzt, wenn sie notwendig sind. Nach einer Epi-Lasik gibt man sie hingegen für ein bis drei Tage routinemäßig als Augentropfen, gegebenenfalls auch als Tabletten. Der Grund für diesen Unterschied und auch für die längeren Behandlungszeiten mit anderen Arzneimitteln ist die andere Art der Entfernung der Hornhaut.

Um die Infektionsgefahr zu begrenzen, müssen darüber hinaus Augentropfen mit einem Antibiotikum angewendet werden. Nach einer Lasek wird das eine Woche lang fortgesetzt, nach einer Epi-Lasik zwei Wochen. Zusätzlich sind nach einer Lasek zwei bis vier Wochen lang kortisonhaltige Augentropfen erforderlich, nach einer Epi-Lasik drei Monate lang.

Welche Probleme und Risiken gibt es?

Da die Deckschicht der Hornhaut bei Lasek und Epi-Lasik verletzt wird, muss nach dem Eingriff mit Schmerzen gerechnet werden. Nach zwei bis drei Tagen sollte sich die Hornhautoberfläche nach einer Lasek wieder geschlossen haben. Nach einer Epi-Lasik dauert es einen Tag länger. Die weiteren Probleme entsprechen der PRK, doch sie treten in aller Regel weniger häufig auf.

Video zu Lasek